Das Projekt SmartSenior war ein vom BMBF gefördertes Großforschungsprojekt, das von 28 Partnern aus Forschung und Industrie durchgeführt wurde. Ziel des dreijährigen Projekts war es, älteren Menschen durch die Unterstützung mit technologischen Lösungen ein unabhängiges Leben zu ermöglichen.

Im Teilprojekt „Sichere Mobilität“ haben wir ein Notfallassistenzsystem inklusive digitaler Übertragung von Gesundheitsdaten in Echtzeit entwickelt. Der Notfallassistent musste in allen möglichen Umgebungen (im Auto, auf der Straße, in einem Gebäude) arbeiten. Im Notfall müsste der Assistent Antworten auf die klassischen Fragen rund um einen Notfall geben (Wer, was, warum?).

Das „Wer“ war in diesem Projekt meine Verantwortung. Ich habe eine Ortungstechnologie entwickelt, die in der Lage ist, den genauen Standort in jeder Umgebung zu ermitteln und ihn an die Notfallteams zu übermitteln.

Im Outdoor-Szenario basierte das Ortungssystem auf GPS mit einem Fallback auf GSM-Triangulation. Im Auto würde sich das Ortungssystem mit dem Auto verbinden und von dort die sensorischen Daten beziehen.

Die Innenräume waren am komplexesten. Ich habe einen völlig neuen Fingerabdruckalgorithmus erfunden, der nicht auf Karten basiert und beliebige WLAN- und Bluetooth-Signale verwendet. Ich habe zwei Apps implementiert. Eines für die Einmessung von Gebäuden und eine zweite für den eigentlichen Ortungsdienst.

Um die Funktionsweise der Technologie zu veranschaulichen, habe ich außerdem eine Simulation implementiert, die mit SecondLife verbunden war und zeigte, wie sich die Signale in einem virtuellen Gebäude verteilen. Die verwendeten Technologien waren .Net, xCode, Java, Java-3D und SOLR.

©Micha Kruppa 2025

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